LSFV News 08/17


Bundesjugendfischertage am Westensee, am NOK und auf der Ostsee

Mehr als 60 Jugendliche aus ganz Deutschland und ihre Betreuer haben schöne Angeltage in Schleswig-Holstein verlebt – und dabei auch noch einige Fische auf die Schuppen gelegt. Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein (LSFV S-H) hatte auf Anfrage des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV) angeboten, die 2. Bundesjugendfischertage im nördlichsten Bundesland auszurichten. Ende Juli waren dann von Dienstag bis Sonntag die Jugendlichen aus neun Verbänden zu Gast. Auf dem Programm standen neben Angeltouren an den Nord-Ostsee-Kanal und eine Ausfahrt mit dem Kutter vor allem Touren auf den Westensee.
Der Seeteil des Landesverbandes war damit das Hausgewässer der Gäste, die zum Großteil in der dortigen Jugendherberge untergebracht waren. Einige Hechte, Barsche bis fast 40 Zentimeter und ein Zander von rund 85 Zentimetern wanderten dabei neben etlichen Weißfischen in die Kescher. Zudem standen der gesellige Austausch unter den Jugendlichen und Angebote abseits des Angelns – wie ein Besuch des U-Boots in Laboe – auf dem Programm.
„Solche Gewässer haben wir bei uns nicht“, sagte Martin Kreiselmeier, der als Betreuer des Badischen Sportfischerverbandes mit in den Norden gereist war. Sein Sohn Lars war es, der am Abschlusstag einen 37-er Barsch erwischte, der in rund 3,5 Metern auf einen Mepps-Spinner gebissen hatte. Aber auch Jugendreferent Hartwig Voß war sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Er hatte mit der Jugendabteilung des LSFV tatkräftig geholfen, war bei den Vorbereitungen der Ansprechpartner vor Ort und ließ es sich nicht nehmen, die Bundesjugendfischertage sozusagen als Gastgeber zu begleiten. LSFV-Präsident Peter Heldt, der am Abschlussabend die Gäste begrüßte, freute sich, mit dem Verbandsgewässer Westensee „beste Werbung“ für den Norden im Allgemeinen und das Angeln im Besonderen gemacht zu haben.

Verabschiedung des LSFV-FÖJlers Patrick Riek

Auf der Abschlussveranstaltung der DAFV-Jugendfischertage wurde auch Patrick Riek vom LSFV-Präsidenten Peter Heldt verabschiedet. Der junge Mann hat ein Jahr lang sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim LSFV geleistet. Die Betreuung der Teichanlage in Langwedel und die Unterstützung der LSFV-Biologen bei zahlreichen Projekten waren seine Arbeitsschwerpunkte. „Er hat für uns tolle Arbeit geleistet. Nur eines haben wir nicht hinbekommen – wir haben dem Jungen von der Schwäbischen Alb kein Plattdeutsch beigebracht“, sagte Peter Heldt. „Das war eine großartige Zeit, die ich nie vergessen werde“, sagte der sichtlich bewegte Patrick Riek und versprach, möglichst bald zum Angeln wiederzukommen. Aber erst einmal geht es für ihn zum Studium nach Tübingen.

Landessportfischerverband unterstützt Neu-Angler

Elf Menschen der Eckernförder Werkstatt und des Betriebshofes Kompass ’98 haben nach wochenlanger Vorbereitung erfolgreich die Fischereischeinprüfung absolviert. Ein großer Schritt und eine enorme Leistung für die Menschen mit psychischen Behinderungen. „Das ist wie eine Art Führerschein“, erklärt Thies Meewes von der Eckernförder Werkstatt. Thomas Hinz, 2. Vorsitzender des Kreissportfischerverbands Rendsburg-Eckernförde und Vorsitzender des Angelsportvereins Blanker Haken aus Hohn, hatte die Prüflinge an 14 Tagen geschult und mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen auf Prüfung, aber auch Praxis vorbereitet. 20 Euro zahlte jeder als Eigenanteil, den Rest übernahm der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein. „Wir wollen mit unserer Spende Menschen die Möglichkeit bieten, Vorbereitungskurse zu besuchen, die Prüfung zu absolvieren und dann eines der schönsten Hobbys auszuüben“, sagt LSFV-Präsident Peter Heldt. Und damit der Einstieg in die Angelei ebenso reibungslos über die Bühne geht, hat der LSFV noch einmal 400 Euro gespendet, damit sich die frisch gebackenen Angler mit einem Teil der nötigen Ausrüstung ausstatten können.
Die Werkstätten Materialhof und ihre Betriebsstätte Kompass ’98 bieten rund 300 Menschen mit seelischen Handicaps berufliche Bildung und Arbeit. Als anerkannte Werkstatt für Menschen mit psychischen Behinderungen blicken sie auf 25 Jahre Erfahrung zurück.


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